Die Wahl des Verteilerschlüssels beeinflusst, wie Heizkosten im Gebäude verteilt werden. Sie kann sich auch auf das Heizverhalten der Bewohner:innen auswirken.
Grundsätzlich gilt:
Je höher der verbrauchsabhängige Anteil ist, desto größer ist meist der Anreiz zum energiesparenden Heizen.
Gleichzeitig sollten die baulichen Gegebenheiten des Gebäudes berücksichtigt werden. In älteren Gebäuden oder bei langen, ungedämmten Rohrleitungen kann ein höherer Grundkostenanteil sinnvoll sein. So lassen sich Wärmeverluste zwischen unterschiedlich gelegenen Wohnungen gerechter ausgleichen – zum Beispiel zwischen Erdgeschoss- und Dachgeschosswohnungen oder zwischen innen- und außenliegenden Wohnungen.
Bei der Wahl des Umlageschlüssels sollte außerdem Folgendes beachten werden:
- Der Verteilerschlüssel gilt immer einheitlich für das gesamte Gebäude.
- Änderungen müssen den Bewohner:innen rechtzeitig vor Beginn der Abrechnungsperiode mitgeteilt werden.
- Ihr Mess- oder Abrechnungsdienstleister sollte frühzeitig über Änderungen informiert werden.
- Die gesetzlichen Vorgaben der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) müssen eingehalten werden, zum Beispiel die vorgeschriebene 70/30-Aufteilung in bestimmten Gebäuden.
- Bei Unsicherheiten empfiehlt sich eine fachliche Beratung, etwa durch Ihren Messdienstleister.
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