Witterungsbereinigt oder klimabereinigt bedeutet, dass Energieverbrauchswerte an unterschiedliche Wetterbedingungen angepasst werden.
So lassen sich Heizenergieverbräuche verschiedener Jahre besser vergleichen. Denn kalte Winter führen meist zu einem höheren Heizverbrauch als milde Winter – auch dann, wenn sich am Gebäude oder am Heizverhalten nichts geändert hat.
Beispiel aus einem Mehrparteienhaus in Hamburg:
Sie möchten den Energieverbrauch des Gebäudes aus dem Jahr 2022 mit dem Verbrauch aus dem Jahr 2021 vergleichen. Dabei gibt es jedoch einen wichtigen Unterschied: Das Jahr 2021 war deutlich kälter als 2022. Dadurch wurde mehr geheizt und der Energieverbrauch fiel höher aus.
Damit die Werte trotzdem vergleichbar bleiben, werden die Verbrauchsdaten witterungsbereinigt. Dabei wird der Einfluss des Wetters herausgerechnet. Grundlage dafür ist eine Referenztemperatur, die aus langjährigen Wetterdaten ermittelt wird. Für Hamburg liegt sie beispielsweise bei 15 Grad Celsius.
Anhand dieser Referenz lässt sich berechnen, wie viel Heizenergie bei bestimmten Außentemperaturen typischerweise benötigt wird. Weicht die tatsächliche Temperatur davon ab, wird der Verbrauch entsprechend angepasst.
Durch diese Witterungsbereinigung lassen sich Energieverbräuche verschiedener Jahre oder Gebäude deutlich besser vergleichen. So wird sichtbar, ob Einsparungen tatsächlich auf energetische Sanierungen oder ein verändertes Nutzerverhalten zurückzuführen sind – und nicht allein auf mildere oder kältere Witterung.
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