PEF oder PE-Faktor steht für Primärenergiefaktor. Der Begriff beschreibt, wie viel Primärenergie benötigt wird, um eine bestimmte Menge nutzbarer Energie bereitzustellen.
Primärenergie umfasst dabei alle Energiequellen in ihrer ursprünglichen Form, zum Beispiel Erdgas, Kohle, Wind oder Sonnenenergie. Endenergie ist dagegen die Energie, die tatsächlich im Gebäude ankommt und genutzt werden kann – etwa Wärme oder Strom.
Ein Beispiel mit Erdgas:
Wird Erdgas zur Wärmeerzeugung eingesetzt, entsteht daraus nutzbare Heizenergie. Bevor diese Energie jedoch im Gebäude verfügbar ist, sind weitere Schritte notwendig. Das Erdgas muss gefördert, verarbeitet und transportiert werden. Für all diese Prozesse wird zusätzliche Energie benötigt. Genau diesen Gesamtaufwand bildet der Primärenergiefaktor ab.
Für Erdgas liegt der Primärenergiefaktor in Deutschland derzeit bei 1,1. Das bedeutet: Um 1 Kilowattstunde nutzbare Energie bereitzustellen, werden insgesamt 1,1 Kilowattstunden Primärenergie benötigt.
Der Wert kann je nach Herkunft des Energieträgers sowie den Bedingungen bei Förderung, Verarbeitung und Transport variieren. Der Primärenergiefaktor betrachtet also nicht nur die eigentliche Nutzung im Gebäude, sondern die gesamte vorgelagerte Prozesskette.
Kommentare
0 Kommentare
Zu diesem Beitrag können keine Kommentare hinterlassen werden.