Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass die richtige Wassermenge zur richtigen Zeit am richtigen Ort fließen kann. Die Wärme soll sich gleichmäßig im Gebäude verteilen. Dazu muss der Heizbedarf der Räume ermittelt werden, die sogenannte Heizlast. Diese hängt auch von den Eigenschaften der Wohnung ab, zum Beispiel der Dämmung der Außenwände sowie Größe und Qualität der Fenster. Auch das Rohrnetz und dessen Strömungswiderstände spielen eine Rolle.
Im nächsten Schritt werden die notwendige Heizwassermenge und die korrekte Pumpenleistung berechnet. Anschließend werden die Thermostatventile an jedem einzelnen Heizkörper richtig eingestellt und wenn nötig ausgetauscht. Die Heizungspumpe muss auf den angemessenen Druck justiert und die Heizkurve optimiert werden. Diese regelt, welche spezielle Vorlauftemperatur zu leisten ist, wenn es draußen kälter oder wärmer ist.
In der Praxis unterscheiden wir beim hydraulischen Abgleich zwischen Verfahren A und B. Die erste Methode stellt ein simples Schätzverfahren dar. Es ist günstig, aber leider auch ungenau. Bei dem genaueren Verfahren B wird der Wärmebedarf raumweise berechnet.
Neu hinzugekommen ist die in der DIN 94679-4 beschriebene Alternative zum Verfahren B, das Verfahren T (thermische Verfahren) z.B. durch Einsatz smarter Thermostate.
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